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Forum der Neuen Freiheit
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Sarastro
Anmeldungsdatum: 23.05.2007 Beiträge: 506
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Verfasst am: Fr Jan 15, 2010 11:09 Titel: |
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Gewinner und Verlierer.
Beachtenswert, daß die deutsche Wirtschaft um 5% schrumpft, die Importe um 9% und die Exporte um 15% einbrechen, während der private Konsum stabil bleibt.
=== US-Notenbank scheffelt Milliarden mit Risikopapieren
Die US-Notenbank Fed hat im Jahr 2009 mit Risikopapieren 52,1 Milliarden Dollar (rund 36 Milliarden Euro) Gewinn erzielt. Hauptgrund für den Rekord sind die gestiegenen Einnahmen aus den Wertpapieren, die sie im vergangenen Jahr in ihrem Depot hatte. Zur Bekämpfung der Krise hatte die Fed 2009 staatliche Anleihen und andere Papiere im Gesamtwert von 300 Milliarden aufgekauft. Dafür lässt sie sich Zinsen auszahlen.
Auch die Kreditvergabe an Geschäftsbanken, Investmenthäuser und andere Finanzinstitutionen waren für die Fed ein lohnendes Geschäft und brachten ihr knapp drei Milliarden Dollar ein.
Grund zur Freude hat vor allem der US-Finanzminister: Ähnlich wie bei der Bundesbank in Deutschland wird auch der Gewinn der Fed nach Abzug der Kosten an den Fiskus überwiesen. In diesem Jahr beträgt der Überschuss 46,1 Milliarden Dollar (31,8 Milliarden Euro) – auch dies ein Rekord in der amerikanischen Geschichte.
Die US-Notenbank sieht sich allerdings mit einem großen Risiko konfrontiert. Falls sie gezwungen sein sollte, die Wertpapiere wieder in großem Stil zu verkaufen, könnten deren Preis fallen und die Fed Geld verlieren.
http://www.focus.de/finanzen/news/finanzkrise-us-notenbank-scheffelt-milliarden-mit-risikopapieren_aid_470098.html
=== Deutsche Wirtschaft schrumpft 2009 um 5,0 Prozent
Die deutsche Wirtschaft hat 2009 den stärksten Einbruch der Nachkriegszeit erlitten. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte um 5,0 Prozent im Vergleich zu 2008, wie das Statistische Bundesamt in einer ersten Schätzung mitteilte. Experten hatten im Schnitt mit einem Minus von 4,8 Prozent gerechnet. 2008 war die Wirtschaft noch um 1,3 Prozent gewachsen, 2007 sogar um 2,5 Prozent.
Das Bruttoinlandsprodukt umfasst allen Waren und Dienstleistungen, die innerhalb eines Jahres in einer Volkswirtschaft für den Endverbrauch hergestellt werden. Grund für die schwere Rezession war der Einbruch bei Exporten und Investitionen.
Die Ausfuhren brachen um 14,7 Prozent ein, während die Unternehmen 20,0 Prozent weniger für Maschinen, Fahrzeuge und andere Investitionsgüter ausgaben. Auch die Bauinvestitionen schrumpften um 0,7 Prozent. Der private Konsum zog dagegen um 0,4 Prozent an, weil die Preise kaum stiegen und die Abwrackprämie den Autokauf kräftig angekurbelt hatte.
...
http://www.welt.de/wirtschaft/article5829076/Deutsche-Wirtschaft-schrumpft-2009-um-5-0-Prozent.html
=== Finanzloch in den Sozialkassen wächst
(dpa) Explodierende Kosten für Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit haben die gesetzliche Sozialversicherung im vergangenen Jahr in ein gewaltiges Defizit getrieben. Bis zum Ende des dritten Quartals im Krisenjahr 2009 wuchs das Minus auf 16,6 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden berichtete. Das ist der größte Verlust seit 2002. Die tiefroten Zahlen waren im dritten Quartal noch einmal besonders kräftig gestiegen: Mitte des Jahres hatte das Minus mit 9,2 Milliarden Euro noch im einstelligen Milliardenbereich gelegen – nach 4,2 Milliarden Euro in Quartal eins.
Im Vergleich mit den ersten drei Quartalen von 2008 lag das Defizit um 11,6 Milliarden Euro höher. Der Verlust sei vor allem mit den Ausgaben bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) zu erklären, schreiben die Statistiker. Die Behörde registrierte ein Minus von 15,8 Milliarden Euro – das sind 13,2 Milliarden Euro mehr als 2008. Parallel zu den wachsenden Ausgaben brachen der BA die Einnahmen um fast ein Drittel (29,2 Prozent) weg. Das sei vor allem mit der Senkung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung zu erklären. Er schrumpfte zum 1. Januar 2009 um 0,5 Prozentpunkte und beträgt seitdem 2,8 Prozent. Auch durfte der Bund seinen Zuschuss für Arbeitsförderung später zahlen, was das Finanzloch vergrößerte.
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http://www.mainpost.de/nachrichten/politik/zeitgeschehen/Finanzloch-in-den-Sozialkassen-waechst;art16698,5431826 |
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Sarastro
Anmeldungsdatum: 23.05.2007 Beiträge: 506
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Verfasst am: Fr Jan 22, 2010 15:56 Titel: |
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Schein und Staatswirtschaft.
=== Chinas Führung erklärt Finanzkrise für beendet
Chinas Wirtschaft ist im vierten Quartal mit 10,4 Prozent erstmals seit Ausbruch der Weltfinanzkrise wieder zweistellig gewachsen. Mit dem zu 90 Prozent von Staatsinvestitionen und Bankkrediten angetriebenen Endspurt 2009, kam die Wirtschaft für das Gesamtjahr auf einen Zuwachs von 8,7 Prozent. Pekings Führung löste damit ihr Versprechen ein, alles dafür zu tun, um 2009 ein Wachstum von mindestens acht Prozent zu erzielen. „Wir wurden zur ersten Volkswirtschaft, die sich von der globalen Krise in V-Form wieder erholt hat“ sagte der Sprecher des Statistischen Amtes Ma Jiantang. China konnte „diese Ernte“ einfahren, weil wir „Zuversicht und Vertrauen wecken konnten. Diese sind mehr wert als Geld und Gold.“
Auch 2010 würde Chinas Wirtschaft weiter stabil und "relativ schnell" wachsen, weil sich die Impulse von den Investitionen aus dem 400 Milliarden Euro schweren staatlichen Konjunkturprogramm und vom Konsum nicht abschwächten, sagte Ma. Zudem würde sich die Weltwirtschaft langsam erholen. Chinas Außenhandel, der 2009 insgesamt um 13,9 Prozent fiel, nimmt seit Jahresende wieder Fahrt auf, im November um 9,8 und im Dezember um 32,7 Prozent. Dabei half den Exporten die sich weiter abwertende Währung Chinas, weil Peking sie an den Wert des US-Dollar gebunden hat. Man glaubt, dass der positive Trend im Welthandel anhält. 2010 würde Chinas Außenhandel wieder einen positiven Beitrag zum Brutto-Nationalprodukt leisten können. Die Nachfrage des Binnenmarktes, die Chinas Regierung eigentlich durch ihre Konjunkturprogramme ankurbeln will, stieg nur um etwa 15 Prozent.
Der Sprecher wollte nicht bestätigen, ob China in Kürze Japan als bisher zweitstärkste Volkswirtschaft der Welt nach den USA ablösen werde. Welchen Platz es nach den absoluten Zahlen einnimmt, spiele eine untergeordnete Rolle, solange das Land bei einer Pro-Kopf Umrechnung auf 1,3 Milliarden Menschen nicht einmal unter die ersten Hundert Nationen falle. 150 Millionen Chinesen würden derzeit noch unter die Armutsgrenze leben, die die Vereinten Nationen auf einen US-Dollar Einkommen pro Tag festgelegt haben. Das gleiche Problem stelle sich auch bei Chinas Exporten, die Peking mit einem Rekordwert von 1200 Milliarden US-Dollar 2009 den Titel eines Exportweltmeisters einbrachten, der Deutschland enthront hat. Die Exporte des Landes bestünden aber vor allem aus Verarbeitung.
Nachdem Chinas Statistiker Anfang 2009 noch Wirtschaftseinbruch und Deflation befürchteten, haben sich Anfang 2010 die Vorzeichen umgekehrt. Sie beschwören nun die Gefahr der Überhitzung. Diese zeigt sich am deutlichsten in der sprunghaften Zunahme der Industrieproduktion. Im ersten Quartal 2009 war sie nur um 5,1 Prozent gewachsen; im vierten Quartal legte sie um 18 Prozent zu. Die Schwerindustrie wuchs 2009 mit 11,5 Prozent doppelstellig und erstmals schneller als die Leichtindustrie (9,5 Prozent). Chinas Stahlbranche stellte 2009 mit 563 Millionen Tonnen die Hälfte des weltweiten Stahls her. Sie profitiert von den gigantischen Investitionen in den Eisenbahnbau, die um 67,5 Prozent stiegen oder in den Fahrzeugbau. China hat mit mehr als 13 Millionen Fahrzeugverkäufen, darunter zehn Milllionen Pkw, die USA 2009 als Automarkt Nummer Eins überflügelt.
Nachhaltig ist das alles nicht. Die EU-Kammer in Peking hat in einer Studie jüngst vor dem Aufbau gefährlicher Überkapazitäten bei zahlreichen Industriebranchen gewarnt. Peking musste 2009 etwa 650 Millionen Tonnen Eisenerzen oder 204 Millionen Tonnen Rohöl importieren. China führte bei Öl erstmals über die Hälfte seines Verbrauchs (52 Prozent) ein. Ma Jiantang nannte auch die Inflation als eine neue Gefahr. Zwar lagen die Verbraucherpreise 2009 im Jahresdurchschnitt bei minus 0.7 Prozent. Im November sprangen sie aber um 0,6 und im Dezember schon um 1,9 Prozent in die Höhe. Chinas oberster Statistiker glaubt dennoch, dass die Inflationsgefahr 2010 „kontrollierbar bleibt“. Die Gründe dafür lägen in erneuten Rekordernten (530 Millionen Tonnen Getreide) und weiter verbesserten Erträgen bei Agrar- und Fleischprodukten.
Sorgen machen dem Pekinger Staatsrat und der Zentralbank die Finanz-, Geld- und Immobilienblasen und ein befürchteter Berg an „faulen Krediten“, die sich bei den Banken auftürmen könnten. Die Immobilienpreise, darunter besonders für Wohnungskäufe, stiegen 2009 inflationär an. Die Geldmenge hat sich dank Konjunkturprogrammen und der sich mit umgerechnet 960 Milliarden Euro verdoppelten Kreditvergabe der Banken 2009 aufgebläht. Die Geldmenge (M2) wuchs um 27,7 Prozent zu.
Der Chef der Bankenaufsicht Liu Minkang kündigte als vorsichtiges Bremsmanöver an, die Neukreditmenge chinesischer Banken 2010 auf umgerechnet 750 Mrd. Euro zu begrenzen. Liu reagierte auf Hiobsnachrichten, wonach sich das Tempo der Kreditvergabe im Januar 2010 weiter beschleunigt.
Fast 100 Milliarden Euro Krediteausgaben werden für Januar erwartet. Xinhua meldete, dass Immobilienkredite für Privatkunden 2009 eine Höhe von rund 140 Milliarden Euro erreichen, fast 48 Prozent mehr als 2008. Um die Kreditflut der Banken einzudämmen, hat die Zentralbank für sie die Mindesreserven-Einlagen erstmals seit 18 Monaten um 0,5 Prozent erhöht.
http://www.welt.de/wirtschaft/article5927126/Chinas-Fuehrung-erklaert-Finanzkrise-fuer-beendet.html
=== Kommentar - Kreative Buchführung am Rande der Verfassung
Mit der verlängerten und nun unbeschränkten Haftung will die US-Regierung die Hypthekenzinsen unten halten und so überschuldeten Hausbesitzern und neuen Hauskäufern helfen, sagt sie. Doch profitieren von diesem Schachzug werden auch – oder vor allem - die Halter der von Fannie und Freddie begebenen Bonds und der von beiden Agenturen garantierten verbrieften Hypothekenkredite (Mortgage-backed Securities, MBS). Vorher bestand für die Besitzer zumindest theoretisch die Möglichkeit, dass die Verluste von Fannie und Freddie so hoch ausfallen könnten, dass das gesetzte Limit nicht ausreichte, um einen Bankrott auszuschließen. Das ist nun nicht mehr möglich, zumindest solange die Zahlungsfähigkeit der USA gewährleistet ist. Die Papiere stehen nun auf einer Bonitätsstufe wie US-Staatsanleihen.
Fed hält MBS für knapp eine Billion Dollar
Wer hält die Papiere? Das sind neben privaten Investmentadressen wie zum Beispiel die Allianz-Tochter Pimco, das Finanzministerium selbst und die Notenbank Fed. Das Finanzministerium schöpfte bisher rund 220 Milliarden Dollar seines auf 300 Milliarden Dollar begrenzten Kaufprogrammes für verbriefte Hypothekenkredite aus. Die Bilanz der Fed, deren 1250 Milliarden Dollar schweres MBS-Programm Ende März offiziell ausläuft, wies zuletzt einen MBS-Bestand in Höhe von 968,75 Milliarden Dollar aus. In einer Fußnote steht, wer für diese Papiere bürgt: Fannie, Freddie und deren kleine Schwester Ginnie Mae.
Dank Geithners brillantem Weihnachtseinfall - er unterzeichnete am Heiligabend - sind es aber letztlich die amerikanischen Steuerzahler, die in voller Höhe auch für den MBS-Bestand der Fed gerade stehen. Nicht einmal den Kongress musste der US-Finanzminister um Erlaubnis bitten für diesen Handstreich. Das hätte er nur machen müssen, wenn das alte Programm bereits ausgelaufen wäre. So aber handelte es sich ja nur um eine Art Programm-Update, Bailout 2.0 advanced sozusagen. Schon clever, Respekt dafür!
ie uneingeschränkte Garantie des Steuerzahlers eröffnet nun der Notenbank, dem Finanzministerium und selbst Fannie und Freddie die Möglichkeit, die Papiere am Markt zu höheren Preisen zu verkaufen. Am Ende landeten die toxischen Papiere wiederaufbereitet dort, wo sie einst zusammengebaut wurden. Eigentlich ein perfekter Kreislauf! Nur ändert das natürlich nichts an den tatsächlichen Verlusten, die durch die immer noch steigenden Ausfallraten der Hypothekenschuldner am anderen Ende der Verbriefungskette drohen. Die müssen natürlich finanziert werden. Wie? Auf Pump natürlich, durch die Ausgabe von neuen Staatsanleihen.
http://www.wiwo.de/finanzen/kreative-buchfuehrung-am-rande-der-verfassung-419862/ |
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Sarastro
Anmeldungsdatum: 23.05.2007 Beiträge: 506
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Verfasst am: Mi Feb 03, 2010 14:50 Titel: |
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Schon wird die nächste Geldschwemme wird gefordert.
=== In den USA geht Angst vor neuer Finanzkrise um
US-Kongressabgeordnete fürchten, die steigenden Ausfallraten bei Gewerbeimmobilienkrediten würden zu einer neuen Welle von Zusammenbrüchen von Immobilienunternehmen und Banken führen. 79 demokratische und republikanische Abgeordnete haben jetzt gemeinsam US-Finanzminister Timothy Geithner und Fed-Präsident Ben Bernanke aufgefordert, schnell Maßnahmen zur Abwendung einer neuen Krise zu ergreifen.
Nach einer Studie der Deutschen Bank könnten in den nächsten drei Jahren Kredite über 910 Mrd. US-Dollar im Feuer stehen. Betroffen sind auch deutsche Kreditinstitute, die in den vergangenen Jahren milliardenschwere Darlehen für Investments in US-Gewerbeimmobilien gestellt hatten.
„Finanzministerium und Notenbank müssen alles unternehmen, um eine potenziell verheerende Welle von Kreditausfällen und Zwangsverwertungen zu verhindern“, sagt der Vorsitzende des Finanzmarktausschusses, Paul E. Kanjorski. Der demokratische Kongressabgeordnete von Pennsylvania hat gemeinsam mit dem republikanischen Kongressmann Ken Calvert aus Kalifornien die Partei übergreifende Aktion auf die Beine gestellt. „Ein Zusammenbruch des Gewerbeimmobilienmarktes würde die angeschlagene US-Wirtschaft weiter schwächen“, warnt Calvert eindringlich.
...
Die Immobilienpreise sind gegenüber 2007 um bis zu 50 Prozent gesunken. Eine Reihe großer Investoren ist bereits insolvent gegangen. Darunter auch General Growth, der zweitgrößte Shoppingcenter-Betreiber der USA. Zu den Kreditgebern des mit 27 Mrd. US-Dollar (19,4 Mrd. Euro) in der Kreide stehenden Unternehmens zählten auch die Commerzbank-Tochter Eurohypo, die Deutsche Bank, die Landesbank Hessen-Thüringen, die WestLB sowie die BayernLB.
Nach einer neuen Studie der Immobilien-Researchgesellschaft Trepp beträgt die Ausfallrate bei US-Gewerbeimmobiliendarlehen inzwischen sechs Prozent. Zwölf Monate zuvor lag die Quote bei lediglich 1,2 Prozent. In den nächsten drei Jahren könnte die Rate nach einer neuen Analyse der Deutschen Bank noch drastisch steigen. Danach müssen Investoren bis 2013 Kredite über 1400 Mrd. US-Dollar (1004 Mrd. Euro) refinanzieren. Bei 65 Prozent dieser Darlehen drohe eine Anschlussfinanzierung zu scheitern, heißt es in der Studie. Denn der Marktwert der Immobilien liege weit unter dem offenen Kreditbetrag. Insgesamt stünden damit Darlehen über 910 Mrd. US-Dollar (655 Mrd. Euro) im Feuer.
Zwar akzeptiert die US-Notenbank bereits Gewerbeimmobilien-Kredite als Sicherheit für ihre direkten Darlehen an die Finanzwirtschaft und hat insgesamt mehr als eine Billion US-Dollar an Liquidität in das Kreditsystem gepumpt. Das hilft Investoren aber kaum, da sie ihre Immobilienkäufe nur mit kurzfristigen Darlehen über drei bis fünf Jahre finanziert haben. Die Fed müsse deshalb die Banken mit noch mehr Kapital versorgen, damit diese Anschlussfinanzierungen leisten können, fordern die Kongressabgeordneten. Sonst drohe ein Teufelskreis: Zwangsverwertungen würden die Immobilienpreise nur weiter unter Druck bringen, zu weiteren Zwangsverwertungen und damit am Ende auch zu weiteren Bankpleiten führen.
http://www.welt.de/finanzen/article6228623/In-den-USA-geht-Angst-vor-neuer-Finanzkrise-um.html
=== USA machen 1,6 Billionen Dollar neue Schulden
Die US-Regierung wird bei der Vorlage ihres Haushaltsplans für das kommende Jahr Kreisen zufolge ein düsteres Bild der Finanzlage zeichnen. Für das Ende September endende Finanzjahr 2010 rechnet das US-Präsidialamt mit einem neuen Höchststand bei der Verschuldung des Landes, wie am Sonntag aus dem Kongress verlautete. Das Haushaltsdefizit werde auf die neue Rekordsumme von 1,6 Billionen Dollar ansteigen. Derzeit beträgt es noch nie dagewesene 1,4 Billionen Dollar. Den Schätzungen zufolge soll das Defizit im Finanzjahr auf 700 Milliarden Dollar zurückgehen und wird am Ende des Jahrzehnts bei rund einer Billion Dollar liegen.
US-Präsident Barack Obama will am Montag seinen Haushaltsentwurf für 2011 vorstellen. Er will einerseits mit Einsparungen bei den Staatsausgaben gegen die Rekordschulden des Landes vorgehen. Gleichzeitig will der Präsident im Kampf gegen die hohe Arbeitslosigkeit die Wirtschaft ankurbeln. Insgesamt soll der Haushalt 3,8 Billionen Dollar betragen.
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Nach offiziellen Angaben beläuft sich die gesamte US-Staatsverschuldung auf mehr als zwölf Billionen Dollar. Zum Vergleich: Deutschland hat eine Gesamtverschuldung von rund 1,75 Billionen Euro (2,42 Billionen Dollar). Im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt liegen die USA damit aber immer noch besser als Deutschland (65 Prozent zu 73 Prozent sogenannte Schuldenstandsquote). Als das am höchsten verschuldeste Land gilt Japan mit einer Schuldenstandsquote von knapp 190 Prozent.
Einige Experten weisen aber darauf hin, dass die tatsächliche Staatsverschuldung jeweils deutlich höher liegt – unter anderem wegen Verbindlichkeiten in den Sozialkassen. Nach inoffiziellen Schätzungen kommen die USA dann auf mehr als 70 Billionen Dollar, Deutschland auf mehr als 7 Billionen Euro.
http://www.welt.de/wirtschaft/article6054191/USA-machen-1-6-Billionen-Dollar-neue-Schulden.html |
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Sarastro
Anmeldungsdatum: 23.05.2007 Beiträge: 506
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Verfasst am: Mi Feb 10, 2010 17:10 Titel: |
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Ein etwas längerer Ausflug in die Welt der Notenbanken.
=== Banken-Bonus von der Fed
Um den Weltuntergang zu verhindern oder zumindest zu vertagen, senkte die Fed erst den Leitzins auf null Prozent. Als das nicht half, setzte sie zur sogenannten quantitativen Lockerung an, was übersetzt soviel heißt wie „Anwerfen der Notenpresse“. Den Banken wurde erlaubt, ihre Hunderte von Milliarden schweren Portfolios mit hypothekengesicherten Wertpapieren (Mortage Backed Securities, MBS) bei ihr abzuladen. Diese Papiere von meist zweifelhaften Wert hob US-Finanzminister Timothy Geithner per Federstrich am Heiligabend vorsichtshalber auf eine Bonitätsstufe wie US-Staatsanleihen, indem er eine unbegrenzte Staatshaftung für die Hypothekeninstitute Fannie Mae und Freddie Mac einfädelte. Vor seiner Zeit als Finanzminister war Geithner Chef der New Yorker Fed, in deren Zuständigkeit die Rettung des Versicherers AIG gefallen ist. Die New Yorker Fed bewahrte unter anderem Goldman Sachs, Deutsche Bank & Co. vor dem Untergang, indem sie Steuergelder für die Rettung von AIG direkt zu den Banken umleitete.
Ja, all diese Maßnahmen waren natürlich alternativlos gewesen, meinen tatsächlich immer noch die meisten Ökonomen. Denn sonst wäre ja alles zusammengebrochen, die Welt in eine tiefe Depression gefallen – und die Ökonomen jetzt ohne Job.
Doch auch die Medien applaudierten. Das US-Magazin „Time“ kürte den US-Notenbankchef Ben Bernanke gar zum „Man of the Year.“
Jetzt, wo sich die Wirtschaft zumindest laut offiziellen Statistiken erholt, will die Öffentlichkeit natürlich schon wissen, wie die Fed denn den Geist wieder zurück in die Flasche bekommen will, um neue Spekulationsblasen und hohe Inflation zu verhindern.
Gut, am Leitzins wird vorerst nicht gedreht. Dazu sei der Aufschwung noch zu fragil, sagt Bernanke. Die Unternehmen feuern schließlich immer noch mehr Mitarbeiter als sie einstellen. Außerdem sei von Inflation auch nicht viel zu spüren. Das stimmt wohl, wenn man Inflation immer noch als Maß für die Preisentwicklung eines mehr oder weniger willkürlich zusammengeschusterten Warenkorbes definiert.
Nun endet offiziell Ende März das Aufkaufprogramm der Fed für hypothekenbesicherte Wertpapiere mit einem Volumen von 1250 Milliarden Dollar. Mit den MBS-Käufen wollte die Fed die Kurse stützen und die Zinsen niedrig gehalten, was soweit auch ganz gut funktioniert hat. Leider ging eine Idee von Bernanke in der Praxis nicht so auf wie erhofft. Die Banken haben das gratis bereitgestellte Notenbankgeld nämlich nicht eingesetzt, um die Konsumenten und Unternehmen mit Krediten zu versorgen. Der hoch verschuldete Privatsektor tat nämlich das, was man in einer Schuldenkrise eigentlich tun sollte: Er fing an zu sparen und baut Schulden ab, statt neue aufzutürmen. Entsprechend ist die Kreditvergabe der Banken an die Privatwirtschaft eingebrochen – zuletzt mit einer Jahresrate von 20 Prozent.
Aus Sicht der Banken viel lukrativer und nahezu risikolos war sowieso ein anderer Weg. Nämlich das von der Fed zum Freundschaftstarif bereitgestellte Geld an die Regierung zu verleihen. Denn anders als Konsumenten und Privatwirtschaft hat die US-Regierung genau den anderen Weg eingeschlagen und türmt immer mehr Schulden auf. Dafür zahlt die Regierung den Banken mehr Zinsen, als die dafür bei der Fed bezahlen müssen. Ein Idiotenspiel, bei denen die Banken die Differenz einsacken. Die Bank gewinnt immer.
Überschüssen abbauen
Um die Überschussreserven aus dem Bankensektor abzusaugen, könnte die Fed ihre vom Steuerzahler garantierten MBS zwar an die Banken verkaufen, will sie aber eher nicht. Zusätzliches Angebot wäre eher schlecht für den Hypothekenmarkt. Außerdem weiß ja jeder, dass die Papiere eigentlich nur umdeklariert wurden. Am meist toxischen Inhalt wird sich durch Zwischenlagerung bei der Fed nicht viel geändert haben. Ein Verlust bleibt eben immer ein Verlust.
Also besser die überschüssige Bankenliquidität einfach stilllegen über ein Anreizsystem. Das funktioniert so: Die Fed zahlt den Banken einfach mehr Zinsen auf ihre Überschussreserven. Damit werden die Banken dann de facto dafür belohnt, das überschüssige Zentralbankgeld nicht für die Kreditvergabe an Unternehmen und Konsumenten verwendet werden, sollte deren Kreditnachfrage tatsächlich irgendwann mal wieder anziehen und so Inflationsgefahren schüren. Die Ermächtigung für die Verzinsung von Überschussreserven ließ sich die Fed vom Kongress übrigens auf dem Höhepunkt der Panik im Oktober 2008 erteilen. Damals wurde im Capitol noch alles durchgewunken. Seitdem erhalten die Banken ihre Überschussreserven mit 0,25 Prozent vergütet. Was werden die Banken wohl machen mit den zusätzlichen Zinseinnahmen, die vielleicht bald bei der Fed winken? Nun, vielleicht Staatsanleihen kaufen, um statt einfach gleich doppelt Zinsen zu kassieren.
http://www.wiwo.de/finanzen/banken-bonus-von-der-fed-421782
=== Warum eigentlich müssen die Notenbanken Liquidität abschöpfen ? - Juni 2009
Wenn sich die Währungshüter der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag treffen, wollen sie vor allem über Details ihres Programms zum Ankauf von Covered Bonds (Pfandbriefen) entscheiden, mit dem sie zusätzliche Liquidität in das Bankensystem pumpen wollen. Zugleich dürften sie sich aber schon Gedanken darüber machen, wie sie diese Milliarden wieder aus dem Finanzsystem absaugen, wenn sich die Konjunktur erholt. Auch die Experten der US-Notenbank Fed und der Bank von England basteln derzeit fieberhaft an Exitstrategien, um die Liquidität abzuschöpfen, die sie seit Herbst 2008 in das Bankensystem gepumpt haben.
Die monetäre Basis ist in den vergangenen Monaten kräftig gewachsen. Dazu zählen der Bargeldumlauf und die Einlagen der Geschäftsbanken bei der Notenbank. Letztere bestehen aus den Mindestreserven und den freien Überschussreserven. Den Bargeldumlauf kontrolliert die Notenbank durch ihr Emissionsmonopol. Die Mindest- und Überschussreserven beeinflusst sie, indem sie den Mindestreservesatz festlegt und Wertpapiergeschäfte mit den Geschäftsbanken abwickelt. In den vergangenen Monaten haben die Notenbanker den Banken in großem Umfang Wertpapiere abgekauft und im Gegenzug Überschussreserven gutgeschrieben. Das hat die Bilanzsummen der Zentralbanken kräftig ausgeweitet: Die angekauften Wertpapiere haben die Aktivseite, die den Banken gutgeschriebenen Überschussreserven die Passivseite erhöht.
Bisher haben die Banken die Überschussreserven kaum für die Vergabe neuer Kredite genutzt. Erholt sich die Konjunktur, könnte sich das ändern. Gewähren die Banken aber wieder mehr Kredite, gerät mehr Geld in Umlauf. Und das könnte auf mittlere Sicht die Inflation in die Höhe treiben. Die Notenbanken müssen daher die Überschussreserven der Banken rechtzeitig verringern. Und dazu haben sie mehrere Möglichkeiten:
* Bilanz verkürzen: Am einfachsten ist es, auslaufende Refinanzierungsgeschäfte mit den Banken nicht zu verlängern. In diesem Fall gibt die Zentralbank am Ende der Laufzeit der Refinanzierungsgeschäfte die als Sicherheit hereingenommenen Wertpapiere an die Banken zurück und entzieht ihnen dafür Überschussreserven. Die Aktivseite der Zentralbankbilanz schrumpft um den Betrag der Wertpapiere, die Passivseite um den entsprechenden Betrag der Überschussreserven. Ob die Zentralbanken den Banken auf diese Weise rasch genug Liquidität entziehen können, hängt von der Laufzeit der Refinanzierungsgeschäfte ab. Bei der EZB haben rund 35 Prozent der Refinanzierungsgeschäfte eine Laufzeit von einer Woche, weitere 15 Prozent enden binnen eines Monats. Nur rund 21 Prozent sind mit einer Laufzeit von sechs Monaten ausgestattet. Die Wertpapiere in der Bilanz der Fed weisen zu rund 44 Prozent eine Laufzeit von weniger als drei Monaten auf.
Allerdings hat die Fed unlängst damit begonnen, für insgesamt 1750 Milliarden Dollar Staatsanleihen, Agency Bonds und mit Hypotheken besicherte Wertpapiere anzukaufen. Da diese Papiere zum Teil Laufzeiten von mehr als zehn Jahren aufweisen, wird es lange dauern, bis die Liquidität von selbst wieder an die Zentralbank zurückfließt. Die Fed dürfte daher gezwungen sein, diese Papiere bei einer Konjunkturbelebung am Markt zu verkaufen. Das aber könnte die Kurse auf Talfahrt schicken, die Renditen nach oben treiben – und so den Aufschwung gefährden. Darüber hinaus muss die Fed mit Verlusten beim Verkauf der Papiere rechnen.
* Passivtausch: Eine Alternative wäre daher, dass die Zentralbank eigene Schuldverschreibungen auflegt und an die Geschäftsbanken verkauft. Den neuen Verbindlichkeiten aus diesen Papieren stünden weniger Überschussreserven der Geschäftsbanken gegenüber, da diese zur Finanzierung des Kaufs verwendet werden. Da es sich bei den Papieren um Neuemissionen handelt, besteht keine Gefahr von Kursverlusten. Während die EZB rechtlich die Möglichkeit hat, eigene Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit von unter zwölf Monaten zu emittieren, müssten in den USA die gesetzlichen Bedingungen dazu erst geschaffen werden. Eine Alternative wäre daher, dass die US-Regierung neue Anleihen auflegt und an die Banken verkauft. Die Erlöse müsste sie dann auf einem Konto bei der amerikanischen Notenbank parken. Das Problem dabei: Die Regierung könnte gegen die gesetzliche Schuldengrenze von derzeit 12,1 Billionen Dollar verstoßen.
* Höhere Mindestreserve: Die Zentralbanken könnten die Mindestreservepflicht der Geschäftsbanken anheben. Diese müssten dann einen Teil ihrer Überschussreserven als Mindestreserve halten – und könnten so weniger Kredite vergeben. Die niedrigen Zinsen auf Mindestreserven wirken jedoch wie eine Steuer und belasten die Banken.
* Zinsen auf die Überschussreserve: Die Notenbanken könnten den Geschäftsbanken auch hohe Zinsen auf Überschussreserven zahlen, damit sie diese bei der Zentralbank parken, statt damit neue Kredite zu vergeben. Das würde die Kredit- und Geldschöpfung bremsen. Allerdings handelt es sich dabei um eine Zinssubvention für die Geschäftsbanken – und die dürfte derzeit politisch kaum durchsetzbar sein.
http://www.wiwo.de/politik-weltwirtschaft/warum-eigentlich-muessen-die-notenbanken-liquiditaet-abschoepfen-398439/ |
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Sarastro
Anmeldungsdatum: 23.05.2007 Beiträge: 506
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Verfasst am: Fr Feb 12, 2010 11:50 Titel: |
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Die Flickschusterei geht weiter.
=== Fed plant neuen Leitzins
cei. Washington ⋅ Der Schneesturm über Washington hat am Mittwoch zwar verhindert, dass Fed-Chef Bernanke vor einem Kongressausschuss auftrat. Seine Rede wurde vom Fed trotzdem publiziert. Darin skizziert Bernanke, wie das Fed den Ausstieg aus der extrem lockeren Geldpolitik gestalten will. Zwar will die Notenbank den Leitzins noch für einige Zeit bei 0% bis 0,25% lassen, doch bereitet sie sich seit einigen Monaten auf eine Kurskorrektur vor.
Die wichtigste Änderung betrifft dabei den Leitzins. Bis vor der Krise hatte die Notenbank durch Käufe und Verkäufe von Staatsanleihen am Markt indirekt den kurzfristigen Zins beeinflusst, zu dem sich die Banken gegenseitig über Nacht Geld leihen (Federal Funds Rate). Nachdem dieser Leitzins praktisch auf 0% gefallen war, griff das Fed zu einem neuen Mittel, um die längerfristigen Zinsen weiter zu drücken. Es kaufte massenhaft mit Hypotheken unterlegte Wertschriften über 1,25 Bio. $.
Dieses Geld legten die Banken zum grössten Teil wieder beim Fed an, wo es mit 0,25% verzinst wird. So belaufen sich die Reserven der Banken auf 1,1 Bio. $. Die Bilanzsumme des Fed hat sich deshalb von 900 Mrd. $ vor der Krise auf 2,1 Bio. $ mehr als verdoppelt. Um die Geldpolitik zu verschärfen, könnte das Fed zwar einen höheren Leitzins ankündigen. Dies bliebe jedoch ohne Wirkung, denn die Banken würden ihre enormen Reserven auf den Interbankenmarkt werfen, wenn sie dort mehr Zins erhielten als beim Fed. Der Leitzins, also die Federal Funds Rate, würde damit rasch sinken. Die Notenbank hat somit den Einfluss auf diesen Zins verloren, denn ihre Operationen, die in normalen Zeiten reichen, um den Leitzins in die gewünschte Richtung zu bewegen, wären im Vergleich zu den gewaltigen Reserven viel zu klein.
Bernanke hat deshalb angekündigt, dass nicht mehr die Federal Funds Rate, sondern der Zins, den das Fed aus den Reserven bezahlt, für eine Übergangszeit zum neuen Leitzins wird. Die Idee dahinter ist, dass dieser Zins als Untergrenze für die Federal Funds Rate wirkt. Die Banken werden nämlich, so die Erwartung, untereinander kaum einen niedrigeren Zins akzeptieren als denjenigen, den ihnen das Fed bezahlt. Dieser neue Leitzins soll so lange eingesetzt werden, bis die Bilanz des Fed wieder «normale» Dimensionen erreicht hat.
Das Fed erwartet, dass die Reserven der Banken bei der Notenbank aus dem Geldkreislauf gehalten werden, wenn diese verzinst werden. Das mindert die Gefahr von Inflation. Aus diesem Grund testet das Fed derzeit weitere Instrumente. So will es den Banken Termineinlagen von höchstens einem Jahr Laufzeit offerieren. Die Banken können über dieses Geld nicht anderweitig verfügen, es bleibt somit eingefroren. Auch die «reverse repurchase agreements», bei denen das Fed Wertpapiere aus seinen Beständen mit dem Versprechen verkauft, diese nach einer gewissen Zeit zurückzukaufen, dienen dem gleichen Ziel.
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/fed_plant_neuen_leitzins_1.4905800.html
=== Europas Banken müssen weiter bangen
Europas Banken zittern mit Griechenland. Wie groß die Abhängigkeit von der Hilfsbereitschaft für den überschuldeten Staat ist, verdeutlichen die starken Kursschwankungen der Bankenaktien. Bevor sich die Hinweise auf Hilfen verdichteten, hatten die europäischen Bankenaktien in der Vorwoche gut 10 Prozent an Wert verloren. In dieser Woche ging es zunächst um 5 Prozent aufwärts, ehe die Enttäuschung über bislang relativ vage Hilfszusagen am Donnerstag zu einer Abwärtsbewegung des Branchenindex um 2,5 Prozent führte.
Eine Hilfe für den hochverschuldeten griechischen Staat könnte auch ein Signal für die anderen Wackelkandidaten des Euro-Raums sein, die Kapitalmärkte beruhigen und damit Druck von den Bilanzen der Banken nehmen. Ihnen drohen bei einer Verschärfung der Schuldenkrise riesige Abschreibungen.
Allein Griechen, Portugiesen und Spanier haben gegenüber den Banken in anderen Euro-Ländern nach Daten der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich Verbindlichkeiten von rund 1080 Milliarden Dollar. Umgerechnet sind das etwa 800 Milliarden Euro. Zählt man auch noch die Auslandsbankschulden von privaten und öffentlichen Schuldnern aus Italien und Irland hinzu, die als anfällig für Spekulationen gelten, erhöht sich die Summe der Forderungen schwieriger Herkunft in den Bankbilanzen des Euro-Systems um weitere 1000 Milliarden Euro.
Sollten sich die Zinsen für solche Forderungen wegen der großen Risiken um nur einen Prozentpunkt erhöhen, könnte dies schon zu einem riesigen Abschreibungsbedarf führen. Wären alle Forderungen gegenüber Schuldnern aus den genannten Ländern gleichermaßen betroffen, ergäbe sich rechnerisch ein Abschreibungsbedarf in der Größenordnung von rund 90 Milliarden Euro. "Das wäre eine ernste Bedrohung für das Euro-Bankensystem", sagt Jochen Felsenheimer, Kreditanalyst der Fondsgesellschaft Assenagon.
Auch aus Sicht von Politikern und Notenbanken ist das ein bedrohliches Szenario. Denn anders als nach dem Zusammenbruch der amerikanischen Lehman-Bank haben sie kaum Spielraum, die Banken direkt zu stützen. Jean-Claude Trichet, Präsident der Europäischen Zentralbank, hat mehrfach darauf hingewiesen, dass die Staaten vermutlich kein zweites Mal die demokratische Legitimation für eine Rettung der Banken erhalten würden. Ein Jahr mit hohen Bonuszahlungen für die Bankmanager dürfte diese Restriktion noch verstärkt haben.
Bei einer gleichmäßigen Streuung der Risiken über das Bankensystem wären die genannten Summen leichter zu verkraften. Doch die anfälligen Vermögenswerte dürften in den Bilanzen einzelner Banken gehäuft auftreten. Deutsche Banken halten Forderungen gegenüber Griechen im Wert von rund 30 Milliarden Euro. Etwa die Hälfte davon liegt bei den Hypothekenbanken. Und hier scheint die schon in Besitz des Staates befindliche und mit Geld des Steuerzahlers gerettete Hypo Real Estate herauszuragen. Nach Daten der Landesbank Baden-Württemberg entfallen 6,8 Prozent des Deckungsstocks der öffentlichen Pfandbriefe der HRE auf griechische Staatsanleihen.
Zudem sind auch einzelne Länder des Euro-Raums überdurchschnittlich stark betroffen. Einen besonders großen Teil der griechischen, portugiesischen und spanischen Forderungen haben deutsche und französische Banken in ihren Bilanzen. Die Summen sind etwas größer als der Anteil der beiden Länder an der Wirtschaft des Euro-Raums. Deutlich überproportional ist das Risiko der niederländischen Banken mit rund 140 Milliarden Dollar. Bei den Forderungen gegenüber Italienern und Iren ragen eindeutig französische und deutsche Banken heraus, die zusammen auf fast 1000 Milliarden Dollar oder 720 Milliarden Euro kommen.
Ob Italien zu den Wackelkandidaten zählt, könnte sich bei der an diesem Donnerstag anstehenden Emission von Schuldtiteln andeuten. Italien will Anleihen im Wert von rund 6 Milliarden Euro versteigern. In den vergangenen Wochen waren solche Auktionen immer wieder Anlass zu starken Kursbewegungen auf den Kapitalmärkten. Je größer die Schuldenlast wird, desto argwöhnischer blicken die Investoren auf die Finanzierungsmöglichkeiten der anfälligen Länder und ihren Bedarf. Spanien ist nach Daten des Internationalen Währungsfonds in den vergangenen Jahren der - nach den Vereinigten Staaten - zweitgrößte Kapitalimporteur der Welt gewesen. Der spanische Staat braucht deshalb für die Begleichung alter Schulden und die Finanzierung des Haushaltsdefizits mehr als 200 Milliarden Euro. Besonders groß ist der Finanzierungsbedarf auch für Italien, wo in diesem Jahr Anleihen im Wert von 284 Milliarden Euro zurückgezahlt werden müssen.
http://www.faz.net/s/Rub0E9EEF84AC1E4A389A8DC6C23161FE44/Doc~EE2292FA641BB42D89B3C4F7B014B6C19~ATpl~Ecommon~Scontent.html |
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Sarastro
Anmeldungsdatum: 23.05.2007 Beiträge: 506
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Verfasst am: Fr Feb 19, 2010 13:54 Titel: |
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Weiter geht's - Die Griechen und die Banken...
=== US-Banken halfen Athen, die Krise zu verschleiern
Große US-Banken sollen Griechenland nach einem Bericht der „New York Times“ jahrelang dabei geholfen haben, seine wachsende Verschuldung zu verschleiern. Das Land sei so ein Jahrzehnt lang in der Lage gewesen, die europäischen Stabilitätskriterien zu unterlaufen, berichtete die Zeitung. Die US-Bank Goldman Sachs etwa habe Griechenland 2001 kurz nach der Aufnahme in die Eurozone mehrere Milliarden Dollar geliehen. Diese seien nicht als Kredit und somit als Schulden, sondern als Währungsgeschäft verbucht worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute Personen. Dafür soll Griechenland rund 300 Millionen Dollar an Goldman Sachs für Gebühren bezahlt haben, berichtet das Blatt weiter.
Als dann die Haushaltskrise in Griechenland auf ihren Höhepunkt zusteuerte, sei ein Team von Goldmann Sachs im November nach Athen gereist. Sie habe der Regierung Finanzinstrumente vorgeschlagen, um die Zahlung fälliger Schulden in die ferne Zukunft zu verlegen. So sollte dem Bericht zufolge die Offenlegung der Probleme vermieden werden. Die Regierung in Athen habe nicht zugestimmt.
Europaweit seien aber von Goldman Sachs, JPMorgan Chase und anderen Banken entwickelte Finanzinstrumente zum Einsatz gekommen, die auch zum Zusammenbruch des US-Hypothekenmarktes und letztlich zur Weltfinanzkrise geführt hätten, hieß es weiter. Mit Hilfe dieser Derivate sei es Politikern in Griechenland und Italien gelungen, die zunehmende Verschuldung zu verschleiern. Für Geldspritzen seien künftige Einnahmen auf lange Sicht abgetreten worden, im Fall Griechenland zum Beispiel Einnahmen aus Flughafengebühren und Lotterien. Diese Geschäfte würden nicht als Kredite geführt.
Griechenland hat in den vergangenen Jahren Rekordschulden angehäuft, die Neuverschuldungsrate lag zuletzt bei 12,7 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. In der Eurozone sind maximal drei Prozent erlaubt.
Der Präsident der Eurozone, der luxemburgische Premierminister Juncker, räumte angesichts der falschen Defizitmeldungen Griechenlands gegenüber Brüssel einen „mittelmäßig schweren Unterlassungsfehler“ der Eurogruppe ein. Sie werde die Angaben künftig „viel intensiver“ prüfen, sagte er der „Süddeutschen Zeitung".
Juncker mahnte eine engere Abstimmung zwischen den 16 Euro-Ländern an. „Eine Währungszone kann auf Dauer nicht bestehen, wenn die Unterschiede in den Leistungsbilanzen der Volkswirtschaften übergroß werden“, sagte er. Zugleich müsse der griechischen Regierung aber klar sein, „dass es ihre ureigene Sache ist, ihren Haushalt in Ordnung zu bringen“.
Eine Reform des Stabilitätspaktes und einen Vertragsparagrafen, der einen Ausschluss aus der Eurozone ermöglicht, lehnte Juncker ab. Seiner Ansicht nach hätte „ein Rauswurf erdbebenartige, unkontrollierbare Folgen“.
http://www.welt.de/finanzen/article6393803/US-Banken-halfen-Athen-die-Krise-zu-verschleiern.html
=== Einfluss der Spekulanten wird überschätzt
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Seit Tagen hält sich der Vorwurf, die Krise des südosteuropäischen Staates sei in erster Linie das Werk von Spekulanten. Ohne sie, so die These, wären womöglich gar keine Stützen der anderen Euro-Länder nötig. Schon wird darüber nachgedacht, wie sich Absicherungsgeschäfte in Form so genannter Kreditderivate eindämmen lassen.
Dabei schiebt man den Schwarzen Peter womöglich vorschnell den Finanzmärkten zu: „Die Theorie, die Spekulanten seien schuld, halte ich nur für sehr bedingt richtig“, sagt etwa Stefan Winter, Leiter des Investmentbankings der UBS in Deutschland. Zwar ist es unstrittig, dass so manche Investoren aus der Griechenland-Krise Profit schlagen wollen – doch vieles deutet daraufhin, dass ihr Einfluss keineswegs so groß ist, wie es populäre Verschwörungstheorien nahe legen.
Die Schuldzuweisungen richten sich vor allem gegen Instrumente, die schon seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Herbst 2008 am Pranger stehen: Derivate mit dem Namen Credit Default Swaps, kurz CDS. Sie gelten als eine der maßgeblichen Ursachen dafür, dass der Zusammenbruch von Lehman Brothers und die Beinahe-Pleite des Versicherungsriesen AIG zu einer Panikwelle auf den Finanzmärkten führten.
Im Kern handelt es sich bei CDS um Kreditausfallversicherungen: Ein Investor, der etwa die Anleihe eines Unternehmens oder eines Staates hält, versichert sich gegen einen Ausfall bei der Rückzahlung. Als Versicherer agiert etwa eine Bank oder ein Hedgefonds. Wird die Anleihe nicht zurückgezahlt, muss der Versicherungsverkäufer den Schaden ersetzen. Im Gegenzug erhält er eine Prämie, die umso höher ausfällt, je größer das Ausfallrisiko ist.
Die Prämie, meist Spread genannt, wird in Basispunkten angegeben – ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozentpunkten der abgesicherten Summe. CDS für griechische Staatsanleihen kosten diese Woche um die 350 Basispunkte. Das heißt: Wer 10 Millionen Euro versichern will, muss eine jährliche Prämie von 350?000 Euro bezahlen. Zum Vergleich: Für deutsche Bundesanleihen kostet eine solche Versicherung etwa 45 Basispunkte.
Hier enden allerdings die Parallelen zur Versicherung. Bei normalen Policen käme niemand auf die Idee, etwas zu versichern, was er gar nicht hat. CDS kaufen dagegen auch Investoren, die die zugehörige Anleihe gar nicht halten. Denn mit Kreditderivaten lässt sich spekulieren wie mit Aktien oder Rohstoffen. Dabei wettet der Investor auf die Bonität eines Schuldners: Nimmt das Ausfallrisiko für eine Anleihe zu, steigt der CDS-Spread – im umgekehrten Fall sinkt er. Solche Geschäfte haben den CDS-Markt im Vorfeld der Finanzkrise auf mehr als 50 Billionen Dollar anschwellen lassen, und noch immer kommt er auf ein Volumen von 26 Billionen.
In einem Fall wie Griechenland, so der Vorwurf, könnten die Hedgefonds oder andere Investoren nun von einer selbst geschaffenen Panikwelle profitieren. Sie treiben damit angeblich den CDS-Spread nach oben. Wer vor einem halben Jahr eine Versicherung für 120 Basispunkte gekauft hat und sie heute für 350 Punkte verkaufen kann, hat einen guten Schnitt gemacht. Und selbst wer nicht an eine Pleite Griechenlands glaubt, kann das Panik-Spiel zunächst mitspielen.
Denn ein steigender CDS-Spread führt üblicherweise zu einem sinkenden Kurs bei den Anleihen des entsprechenden Landes. „Wenn ich die Anleihe zu einem günstigen Kurs kaufe, und wenn die Risikoaufschläge später wieder sinken, verdiene ich möglicherweise an den Kursgewinnen bei der Anleihe mehr, als ich am CDS verliere“, sagt Rolf Schäffer, Kreditstratege bei der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW).
Der Spekulant, so scheint es fast, gewinnt immer. Schon werden Parallelen zwischen den heutigen CDS-Händlern und den Legenden der Währungsspekulation wie dem Hedgefonds-Gründer George Soros gezogen, die einst Notenbanken in die Knie zwangen. Spekulanten greifen den Euro an, heißt es dann in hysterischen Schlagzeilen.
Doch das könnte denn doch zu viel der Glorifizierung für CDS-Zocker sein. Inwiefern sie den Derivatemarkt und das Anleihegeschäft tatsächlich dominieren, ist höchst umstritten. Richtig ist, dass sich die Preise für Kreditversicherungen dramatisch erhöht haben und vielen als überhöht gelten. „Bei den aktuellen CDS-Spreads für Griechenland wird ein Ausfallrisiko von 26 Prozent eingepreist – das halten wir gemessen an den Fundamentaldaten des Landes sicher für übertrieben“, sagt LBBW-Experte Schäffer.
Manche Experten machen für diese Experten vor allem kurzfristige Spekulanten verantwortlich. Die Umsätze mit CDS-Kontrakten seien so gering, dass große Hedgefonds die Prämien leicht beeinflussen könnten, warnte etwa Jean-Pierre Zigrand, Professor an der London School of Economics, Anfang der Woche. Gerade bei Griechenland greife dieser Vorwurf allerdings nicht, hält UniCredit-Kreditstratege Tim Brunne dagegen: In den ersten Wochen des Jahres seien die Umsätze bei Griechenland-CDS sehr hoch gewesen. Sie hätten in einzelnen Wochen fast die Hälfte des Volumens des wichtigsten CDS-Indizes ausgemacht.
„Da können nicht mal eben ein, zwei Hedgefonds hergegangen sein und die Preise nach oben getrieben haben“, sagt Brunne. Vieles spreche dafür, dass ein Großteil der CDS von Investoren gekauft werde, die tatsächlich eine Absicherung für die Griechenland-Anleihen in ihrem Portfolio suchen, sagt auch Felsenheimer. Solche Investoren gibt es genug: Trotz der jüngsten Panik-Welle macht der CDS-Markt für Griechenland nur gut zwei Prozent des Volumens griechischer Staatsanleihen aus. Bei Unternehmensanleihen liegt das Verhältnis nach Analysen von Barclays Capital schnell mal bei 30 Prozent. Für eine große Spekulanten-Attacke spricht das alles jedenfalls nicht.
Ohnehin hinkt der Vergleich mit großen Hedgefonds-Verschwörungen wie in den 90er Jahren, als etwa Soros und Co. so lange Druck auf den Wechselkurs des britischen Pfunds ausübten, bis die Bank of England kapitulieren und ihre Währung abwerten musste. Denn am CDS-Markt ist der Gegenspieler keine staatliche Stelle – sondern eine Bank oder ein anderer Hedgefonds. „Zu jedem Investor, der Versicherungsschutz kauft, gehört ein anderer, der den Schutz verkauft“, sagt Jochen Felsenheimer vom Vermögensverwalter Assénagon. „Es gibt also immer genauso viele Leute, die auf eine Pleite spekulieren, wie solche, die dagegensetzen.“
Und eine Seite wird am Ende verlieren. Greift die EU Griechenland tatsächlich unter die Arme, werden es vor allem diejenigen sein, die auf eine Pleite gesetzt haben. Sie bekommen dann keine Gegenleistung für ihre Versicherungsprämie oder müssen den Vertrag vorzeitig auflösen, womit eine Ausgleichszahlung fällig wird. Wenn der Spread für Griechenland von 350 auf 100 Punkte sinkt, verliert ein Investor auf einen Versicherungsvertrag mit 10 Millionen Euro Volumen etwa eine Million Euro, rechnet Schäffer vor.
Die Geschichte der Spekulanten, die sich daran bereichern, die EU zur Hilfe für Griechenland zu treiben, könnte sich daher schnell als Mär erweisen. Für die meisten Finanzexperten steht fest: Die Krise der Griechen ist in Athen entstanden, nicht in irgendwelchen Handelsräumen in New York, London oder auf Grand Cayman. Die Investoren sähen eben die mangelnde Transparenz in den griechischen Staatsfinanzen, sagt UBS-Manager Winter. „Und dann sagen sie sich: Wo Rauch ist, ist auch Feuer – und bauen Positionen dagegen auf.“ Demnach hätten Spekulanten allenfalls reale Sorgen um Griechenlands Haushalt verstärkt. „Natürlich kann der CDS-Spread, der ohnehin gestiegen werde, durch gezielte Spekulation etwas weiter angewachsen sein“, sagt Schäffer.
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http://www.welt.de/wirtschaft/article6454337/Einfluss-der-Spekulanten-wird-ueberschaetzt.html |
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Sarastro
Anmeldungsdatum: 23.05.2007 Beiträge: 506
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Verfasst am: Fr März 05, 2010 11:45 Titel: |
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Neuverschuldung in anderen Ländern.
=== China nimmt wegen Krise Rekordschulden auf
Trotz wirtschaftlicher Erholung plant China auch in diesem Jahr eine Rekordverschuldung zur Bewältigung der globalen Wirtschaftskrise. Zum Auftakt der diesjährigen Plenarsitzung des Volkskongresses in Peking gab Regierungschef Wen Jiabao acht Prozent als Ziel für das wirtschaftliche Wachstum vor.
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Das Haushaltsdefizit soll wegen erwarteter geringerer Einnahmen auf 1,05 Billionen Yuan, umgerecht 100 Milliarden Euro, ansteigen. Das ist der höchste Stand seit Gründung der Volksrepublik vor 60 Jahren. Das Defizit liegt bei 2,8 Prozent des Bruttoinlandsproduktes und damit aber unter der kritischen Schwelle von drei Prozent.
Die Staatsausgaben sollen mit 11,4 Prozent nur noch etwa halb so stark wie 2009 steigen.
http://www.welt.de/wirtschaft/article6656914/China-nimmt-wegen-Krise-Rekordschulden-auf.html
=== Bund macht 80.000.000.000 Euro neue Schulden
Der Haushaltsausschuss des Bundestages beschloss am frühen Morgen in Berlin mit den Stimmen von Union und FDP den Bundeshaushalt für 2010. Danach ist für dieses Jahr eine Neuverschuldung von 80,2 Milliarden Euro vorgesehen.
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Die Gesamtausgaben des Bundes liegen nun bei 319,5 Milliarden Euro. In Schäubles Entwurf waren 325,4 Milliarden Euro vorgesehen. Als Investitionen sind jetzt 28,29 Milliarden geplant – 398 Millionen Euro weniger als zunächst veranschlagt.
Als Steuereinnahmen werden unverändert rund 211,9 Milliarden Euro prognostiziert.
http://www.welt.de/politik/deutschland/article6656644/Bund-macht-80-000-000-000-Euro-neue-Schulden.html
=== Nach dem Euro wackelt nun das britische Pfund
Der britische Staatshaushalt befindet sich in einer ähnlich desolaten Verfassung wie der griechische. Die Europäische Kommission veranschlagt das Haushaltsloch auf 12,9 Prozent der Wirtschaftskraft, verglichen mit einem griechischen Defizit von knapp über zwölf Prozent.
Auch die Gesamtverschuldung des Königreichs ist nicht dazu angetan, die Gemüter der Investoren zu beruhigen. Schon dieses Jahr dürfte die Inselnation mit 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in der Kreide stehen. So drückend war die Zins- und Tilgungslast noch nie seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Dabei sind die Kredite und Firmen nicht einmal mitgezählt. Rechnet man dieses mit ein, stehen die Briten mit 460 Prozent ihrer Wirtschaftskraft in der Kreide. Die Quote liegt nur knapp hinter dem Rekordwert von 485 Prozent, auf den es der Schuldenmeister Japan bringt.
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Der Kreditbedarf des Staates ist immens: Allein dieses Fiskaljahr wird die Regierung Anleihen für 225 Mrd. Pfund (ca. 250 Mrd. Euro) ausgeben. Um die Aufnahmefähigkeit des Marktes nicht überzustrapazieren musste die Bank of England selbst Papiere für 180 Mrd. Pfund kaufen.
http://www.welt.de/finanzen/article6619540/Nach-dem-Euro-wackelt-nun-das-britische-Pfund.html |
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